40. ILAB Kongress in Luzern vom 22. bis 26. September 2012

Die Vereinigung der Buchantiquare und Kupferstichhändler der Schweiz (VEBUKU/SLACES) und ihr Präsident Alain Moirandat waren vom 22. bis 26. September 2012 Gastgeber des 40. ILAB Kongresses in Luzern.

Von Anfang an waren die Schweizer Buchantiquare stark mit der International League of Antiquarian Booksellers (ILAB) verbunden, die als weltweite Dachorganisation Antiquare, Autographen- und Graphikhändler aus 22 Mitgliederverbänden und 32 Ländern vereinigt. Der erste Präsident der ILAB, William S. Kundig, war ein Schweizer. Der fünfte ILAB Kongress wurde 1952 in Genf abgehalten, der 15. Kongress fand 1962 in Basel statt und 1978 trafen sich die ILAB Mitglieder zum 25. Kongress und zur 8. Internationalen Antiquariatsmesse in Zürich.

Nach 34 Jahren reisten nun abermals die weltweit besten Antiquare in die Schweiz, um eine weitere bedeutende internationale Konferenz zu besuchen, deren spannendes Programm die Vielfalt Schweizer Kunst, Architektur, Kultur, Volkstum sowie der industriellen Geschichte hervorhob.

Auf den 40. ILAB Kongress folgte die 24. Internationale Antiquariatsmesse, die im Zürcher Kongresshaus direkt am See zeitgleich mit der renommierten Fine Art Zurich stattfand.

Rückblick auf das Kongress-Programm

22. September 2012

10 bis 17 Uhr, Hotel Montana: ILAB Committee Meeting. Tagsüber: Ankunft der ILAB Präsidenten

23. September 2012

10 bis 16 Uhr, Hotel Montana: ILAB Presidents’ Meeting. Lunch für die Präsidenten und das ILAB Komitee. Tagsüber: Ankunft der Kongressteilnehmer und deren Begleitung

Alternativprogramm: Busfahrt zu einer Schaukäserei in der Umgebung von Luzern.

17.00 Besuch mit Führung im mitten in der Stadt gelegenen Gletschergarten mit seinen einzigartigen Gletschermühlen und den ältesten erhaltenen Alpengrossreliefs.

18.30 Welcome-Empfang im Bourbaki Panorama. Das mehr als 1100 Quadratmeter grosse Rundbild ist eines der ältesten erhaltenen Panoramen, es zeigt den Übertritt von mehr als 80’000 französischen Truppen unter General Bourbaki im Januar 1871 in die Schweiz bei La Verrière.

24. September 2012

10 bis 12 Uhr: Besuch der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, die eine bedeutende Helvetica-Sammlung besitzt. Drei für uns realisierte Sonderausstellungen erwarten die Kongressteilnehmer.

Die Zentral- und Universitätsbibliothek Luzern besitzt eine faszinierende Sammlung von Manuskripten und Frühdrucken sowie die Nachlässe berühmter Gelehrter, Künstler, Buchdrucker und Politiker aus der Schweizer Geschichte.

•  Zentral- und Universitätsbibliothek Luzern

12 Uhr: Spaziergang zur Reuss und der berühmten Holzbrücke gefolgt von einem gutbürgerlich schweizerischen Mittagessen im Zunfthaus «Pfistern».

14.30 Uhr: Besuch des Rosengart Museums

Das Rosengart Museum ist aus der Privatsammlung Siegfried Rosengarts und seiner Tochter Angela hervorgegangen. Deren Sammlung umfasst mehr als 300 Arbeiten von 23 Künstlern, vorwiegend der Klassischen Moderne. Dazu zählen Pablo Picasso, der ein persönlicher Freund Angela Rosengarts war, sowie Paul Klee, Pierre Bonnard, Braque, Cézanne, Chagall, Dufy, Kandinsky, Léger, Matisse, Miró, Modigliani, Renoir, Signac, Soutine, Utrillo und Vuillard.

•  Rosengart Museum

16 Uhr: Busfahrt zur nahe gelegenen Pilgerkirche Hergiswald

Eindrücklich und einzigartig ist die berühmte Bilderdecke, die das gesamte Innere der Wallfahrtskirche Hergiswald ob Kriens überspannt – ein Werk des Luzerner Malers Kaspar Meglinger aus dem Jahre 1654. Mit seinen insgesamt 324 Tafeln ist der „Bilderhimmel von Hergiswald“ der weltweit umfangreichste Zyklus seiner Art und ein monumentales Zeugnis barocker Kunst.

•  Bilderhimmel von Hergiswald



25. September 2012

Bootsfahrt auf dem Vierwaldstättersee bis zum Rütli und weiter nach Vitznau zu einem folkloristischen Dinner mit Ländlermusik auf dem "ältesten Tanzboden" der Schweiz. ILAB Vollversammlung auf dem Schiff

Am Rütli, nahe des Vierwaldstätter Sees, sollen die Eigengenossen Werner Stauffacher, Walter Rüst und Arnold von Melchtal zu Beginn des 13. Jahrhunderts den „Rütlischwur“ abgelegt und damit den Grundstein für die Schweizer Eidgenossenschaft gelegt haben.

26. September 2012

9.30 Uhr: Busfahrt nach Einsiedeln. Alternierend geführte Besichtung der Sonderausstellung im barocken Bibliothekssaal des Klosters und der in einem von Mario Botta entworfenenen Bau untergebrachten Bibliothek des Architekturhistorikers Werner Oechslin

Kloster Einsiedeln wurde 934 von den Benediktinern gegründet und ist eine der berühmtesten Stationen auf dem Jakobsweg, der bis nach Santiago de Compostela führt. Ende des 10. Jahrhunderts beherbergte das Kloster eine eigene Schreiberschule. Aus dieser Zeit sind heute noch 64 Handschriften erhalten. Die Bibliothek mit ihren einzigartigen Schätzen enthält über 230.000 gedruckte Bücher, 1.230 Manuskripte sowie 1.040 Inkunabeln und Frühdrucke, darunter der früheste Beleg für das Schachspiel, das sogenannte Einsiedler Schachgedicht „Versus de scachis“.

•  Kloster Einsiedeln 

Lunch am Klosterplatz

Die Bibliothek Werner Oechslin in Einsiedeln vereinigt Quellenschriften zur Architektur in originalen Ausgaben vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Über 50.000 Bände dokumentieren die Geschichte der Architektur im geistes- und naturwissenschaftlichen Zusammenhang, ergänzt durch bahnbrechende Schriften aus verwandten Bereichen von der Kunsttheorie zur Kulturgeschichte und von der Philosophie zur Mathematik.

•  Bibliothek Werner Oechslin

19 Uhr: Fairwell-Dinner im Hotel Montana, Luzern

Anmeldung 

Wir würden uns freuen, Sie im September in Luzern zum 40. ILAB Kongress und in Zürich zur 24. Internationalen Antiquariatsmesse der ILAB begrüßen zu dürfen! Alle weitere detaillierten Informationen können Sie der Kongress-Broschüre entnehmen.

•  Download - Kongressbroschüre

•  Anmeldung und Kontakt

über den VEBUKU
40th ILAB Congress / 40e Congrès de la LILA: Lucerne, september 22 - 26, 2012
24th ILAB International Antiquarian Book Fair / 24e Foire Internationale de la LILA Zurich: September 27 - 30, 2012
Aus der Geschichte des Schweizer Antiquariatsbuchhandels
19. Antiquariats-Messe Zürich: 28. Februar bis 2. März 2014
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